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Der diskrete Hauch der späten 60er

Gottfried Wilhelm Hegel könnte dieser Tage von seiner letzten Ruhestätte auf dem Berliner Dorotheenfriedhof milde lächeln, erlebte er die momentane Konjunktur des Begriffs „Dialektik“. Er könnte auch rüberlächeln zum Grab von Herbert Marcuse, dem wildesten Weltgeist im Schatten der Frankfurter Schule, der nun ein ganzes Veranstaltungswochenende in Wien inspiriert. „Dialektik der Befreiung“ ist eine von ihm geprägte Losung, die Nährboden für Revolutionen von der 68er Bewegung bis zum Deutschen Herbst wurde. Den vor 50 Jahren abgehaltenen Kongress mit Marcuses Theorieträumen baut man nun in Wien nach. Doch taugen die Befunde vor 50 Jahren für die Gegenwart?

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