SPÖ bessert Gehalt von Parteichef Kern nach

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Die SPÖ genehmigt ihrem Parteichef eine Gehaltserhöhung. Damit der Fall vom Kanzlersalär zu jenem eines einfachen Abgeordneten nicht zu tief wird, werde die Bundespartei Christian Kern gut 6.100 Euro monatlich überweisen, berichtete die „Tiroler Tageszeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). Damit kommt er auf dasselbe Gehalt wie der geschäftsführende Klubobmann Andreas Schieder, nämlich 14.885 Euro.

Hintergrund: Die SPÖ hat zwei Klubchefs installiert, einerseits Parteichef Kern, andererseits Schieder. Letzterer leitet die Geschäfte der Fraktion und hat damit den Hauptteil der parlamentarischen Arbeit, weshalb ihm das für Klubobmänner vorgesehene Gehalt zukommt. Damit käme der Parteivorsitzende auf ein deutlich geringeres Gehalt als der ihm parteiintern unterstellte Fraktionschef.

Das wird nun ausgeglichen, wie es schon bei Alfred Gusenbauer war, dem Josef Cap als geschäftsführender Klubobmann diente. Später wurde Cap selbst zum Sonderfall. Als dieser vor vier Jahren als Klubobmann abgelöst wurde, gab man ihm zusätzlich zum Mandat einen Posten im parteieigenen Renner-Institut, damit er neben seiner Absetzung nicht auch noch einen finanziellen Verlust gehabt hätte.

Finanzielle Talfahrt

Für Kern bedeutet auch sein neues, aufgefettetes Gehalt eine gehörige finanzielle Einbuße. Denn als Kanzler hatte er knapp 21.900 Euro Gehalt - deutlich weniger, als er davor bei den ÖBB als Vorstand verdient hatte.