Spekulationen über Seehofer-Ablöse in Bayern

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Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) will CSU-Chef Horst Seehofer sein Amt als bayrischer Ministerpräsident zugunsten von Finanzminister Markus Söder aufgeben. Seehofer bleibe aber CSU-Chef, meldete der Sender heute ohne Angaben von Quellen. Die CSU dementierte umgehend: Die Meldung sei „total falsch“, sagte ein Sprecher.

Die CSU-Spitze wolle erst Anfang Dezember über ihre künftige personelle Neuaufstellung entscheiden, sagte der Chef der CSU-Landtagsfraktion, Thomas Kreuzer. Auf der Sitzung der CSU-Landtagsfraktion mit Seehofer habe man sich auf einen Zeitplan geeinigt, nach dem die Personalfragen geklärt werden sollen.

Seehofer hatte zuvor angekündigt, seine Zukunftspläne in einer CSU-Vorstandssitzung am Abend bekanntzugeben und bis dahin noch weitere Gespräche zu führen. „Ich bin ja mitten in einer Gesprächsreihe“, sagte Seehofer vor Beginn einer Sitzung der CSU-Fraktion im Landtag in München. Er führe Gespräche so, dass er die Argumente ernst nehme und dann entscheide.

„Intensiver Kontakt“ zwischen Söder und Seehofer

Der Ministerpräsident sagte, er wolle alles dazu beitragen, „dass wir zu einer Harmonie und einer Kameradschaft und Kollegialität in der CSU wieder zurückkehren“. Er ergänzte: „Das ist mein Hauptziel, deshalb spreche ich auch mit Hauptbeteiligten, das ist ja völlig klar. Und ich hoffe, dass es am Schluss im Parteivorstand zu guten Entscheidungen kommt.“ Auf Nachfrage sagte er, er habe zwar mit Söder noch nicht persönlich gesprochen, habe mit diesem aber seit dem Vorabend „intensiven Kontakt“.

Söder sagte vor Beginn der Fraktionssitzung: „Es ist wichtig, dass die CSU wieder zu guter, alter Geschlossenheit zurückfindet. Das kann heute gelingen.“