Simbabwe: Mnangagwa für Entschädigung weißer Farmer

Der neue simbabwische Präsident Emmerson Mnangagwa hat heute angekündigt, die unter seinem Vorgänger Robert Mugabe enteigneten weißen Farmer zu entschädigen. „Meine Regierung verpflichtet sich, diese Farmer, deren Grundstücke beschlagnahmt wurden, zu entschädigen“, so der neue Präsident nach seiner Vereidigung.

Im Jahr 2000 hatte eine Enteignungswelle begonnen, in deren Zuge mehr als 4.000 der 4.500 weißen Farmer des Landes mit Unterstützung des Staates enteignet wurden. Offizielles Ziel war es, aus der Kolonialzeit resultierende Ungerechtigkeiten zu beenden. Nach Angaben von Kritikern profitierten jedoch vor allem Mugabe-Anhänger von der Umverteilung. Die landwirtschaftliche Produktion des südafrikanischen Landes brach zusammen.

Führungskrise beendet

Die Führungskrise im afrikanischen Simbabwe wurde offiziell beendet. Mnangagwa ist im Nationalstadion in Harare vor Tausenden Menschen offiziell in sein Amt eingeführt worden.

Mnangagwa folgt Mugabe nach, der das Land seit seiner Unabhängigkeit von London im Jahr 1980 geführt hatte. Mugabe war durch einen Militärputsch und einen Aufstand innerhalb der Regierungspartei ZANU-PF zum Rücktritt gezwungen worden.

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Tausende Menschen verfolgten die Angelobung von Mnangagwa in der Hauptstadt Harare.

Medienberichten zufolge sicherte der neue Staatschef seinem Vorgänger sowie seiner Familie „vollständige Sicherheit und Wohlergehen“ zu.