EU-Bankenaufsicht: Banken sind stabiler geworden

Die Banken in den 28 EU-Ländern sind laut einer Untersuchung der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) seit Mitte vorigen Jahres sicherer geworden. Wie die EBA gestern in London mitteilte, stieg die harte Kernkapitalquote der Institute zwischen Sommer 2016 und dem Sommer dieses Jahres von 13,1 auf 14,0 Prozent.

Die Kernkapitalquote („CET1 fully loaded“) ist das wichtigste Maß für die Widerstandsfähigkeit der Geldhäuser gegen Krisen, in denen beispielsweise ein massenhafter Ausfall von Krediten aufgrund von Firmenpleiten und steigender Arbeitslosigkeit die Banken ins Wanken bringen könnte.

Banken sind profitabler geworden

Insgesamt sind die europäischen Banken profitabler geworden. Wie sich aus der EBA-Studie ergibt, stieg die Eigenkapitalrendite im Jahresvergleich von 5,7 auf 7,0 Prozent. Allerdings gilt das nicht für alle Banken und auch nicht für alle Länder. Viele Institute schaffen es wegen der anhaltend niedrigen Zinsen immer noch nicht, im traditionellen Kreditgeschäft auskömmliche Margen zu erzielen.

Die Bilanzsumme aller EU-Banken ging um 6,3 Prozent zurück. Das lag laut EBA hauptsächlich daran, dass Derivatepositionen und Bestände von Schuldtiteln wie Anleihen weiter abgebaut wurden, während die Institute mehr Kredite ausreichten.

Wichtigste Risiken für den Bankensektor sind nach Einschätzung der EBA Cyberangriffe auf die IT der Institute und, damit verbunden, die Sicherheit der immensen Datenbestände, auf denen die Branche sitzt. Das ist umso gefährlicher für die Kunden und die Institute, weil immer mehr Geldhäuser wegen des hohen Kostendrucks IT-Services auslagern.