„Brexit“-Zugeständnisse: EU gibt Briten mehr Zeit

Die Europäische Union gibt Großbritannien weitere zehn Tage Zeit für Zugeständnisse beim „Brexit“. Der Start der zweiten Verhandlungsphase Mitte Dezember sei immer noch möglich, erklärte EU-Ratspräsident Donald Tusk nach einem langen Gespräch mit der britischen Premierministerin Theresa May heute Abend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. „Aber immer noch eine riesige Herausforderung“, so Tusk.

Am 4. Dezember - also in zehn Tagen - will EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit May Bilanz der bisherigen Verhandlungen ziehen. Juncker sagte, es gebe Bewegung: „In welche Richtung, weiß ich nicht, aber ich hoffe, in die gute Richtung.“ Am 4. Dezember „werden wir sehen, ob es ausreichenden Fortschritt gibt“.

Zeit bis übernächste Woche

Großbritannien will die EU 2019 verlassen. Seit fünf Monaten wird über die Bedingungen verhandelt. Die EU hatte Großbritannien für neue Angebote ursprünglich eine zweiwöchige Frist gesetzt, die nun abgelaufen ist. Jetzt hat May bis übernächste Woche Zeit.

Stellt die EU bei ihrem Gipfel Mitte Dezember „ausreichenden Fortschritt“ bei allen drei zentralen Trennungsfragen fest, können die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen beginnen. Es gebe noch offene Punkte bei allen Themen, sagte May nach ihrem Gespräch mit Tusk. „Aber es herrschte eine sehr positive Atmosphäre in den Gesprächen und ein echtes Gefühl, dass wir zusammen voranschreiten wollen.“