Lufthansa wehrt sich gegen Vorwurf der Preistreiberei

Die AUA-Mutter Lufthansa wehrt sich nach dem Aus des Konkurrenten Air Berlin gegen Vorwürfe der Preistreiberei. „Was kolportiert wird über angebliche Preissteigerungen, ist nachweisbar nicht zutreffend“, sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister der Zeitung „Welt am Sonntag“. „Wir können dem Kartellamt alles zeigen.“

Engpass nach Aus von Air Berlin

Nach dem Ausscheiden von Air Berlin fehlen jeden Tag Zehntausende Plätze im Flugverkehr. Die Preise sind nach Einschätzung von Branchenfachleuten im Durchschnitt auf manchen Strecken um bis zu 30 Prozent gestiegen.

Die Lufthansa hatte schon mehrfach betont, dass sie ihre Preisstruktur nicht verändert habe. Die höheren Durchschnittspreise entstünden durch die deutlich größere Nachfrage. Die vollautomatischen Buchungssysteme riefen dadurch wesentlich schneller höhere Preisklassen für Tickets auf.

Bei der Lufthansa gibt es - je nach Buchungszeitpunkt und Auslastung - 26 verschiedene Preisklassen für ein Ticket. Die Lufthansa verweist außerdem darauf, dass sie Kapazitäten aufgestockt habe und trotz hoher Kosten sogar Jumbos im Inlandsverkehr einsetze, um den Mangel auszugleichen.