Franziskus besucht als erster Papst Myanmar

Mit seiner Ankunft in Myanmar beginnt heute für Papst Franziskus der erste Besuch eines katholischen Kirchenoberhaupts in dem südostasiatischen Land. Als Höhepunkt gilt ein Treffen des Argentiniers mit Myanmars Friedensnobelpreisträgerin und faktischer Regierungschefin Aung San Suu Kyi.

In der Krise um die muslimische Minderheit der Rohingya, welche die Papst-Reise überschattet, war sie international in die Kritik geraten.

Am Donnerstag reist der Papst weiter nach Bangladesch. Dort steht ein interreligiöses Treffen an, an dem auch Rohingya teilnehmen sollen. Hunderttausende Menschen sind bereits von Myanmar in das Nachbarland geflüchtet. Ein Flüchtlingslager wird der Papst laut offiziellem Programm nicht besuchen. Im muslimischen Bangladesch war bisher nur Papst Johannes Paul II. gewesen.

Sowohl in dem buddhistisch geprägten Myanmar als auch in Bangladesch gibt es nur eine kleine katholische Minderheit. Der Vatikan hatte im Vorfeld mitgeteilt, Franziskus wolle eine Botschaft der „Versöhnung, des Friedens und der Vergebung“ übermitteln.