CDU-Spitze offenbar einhellig für Gespräche mit SPD

Die engste CDU-Spitze befürwortet nach dem Scheitern der deutschen Jamaika-Sondierungen einhellig Gespräche mit der SPD über die Bildung einer Großen Koalition. Es habe große Einigkeit gegeben, dass es Priorität sei, diese Gespräche erfolgreich zu führen, und es gebe Zuversicht, dass Verhandlungen zu einem Erfolg führen könnten, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).

Er äußerte sich gestern am späten Abend nach viereinhalbstündigen Beratungen des Präsidiums seiner Partei in Berlin. Die Verhandlungen seien zwar ergebnisoffen, und man wisse nicht, ob man am Ende zusammenkomme. Die CDU habe aber die feste Absicht, dass es eine handlungsfähige Regierung gebe - und keine Minderheitsregierung. „Sondern es ist definitiv ein Bündnis, das sich auf eine parlamentarische Mehrheit bezieht - und das wäre eine Große Koalition“, sagte Günther.

Gesprächsreigen geht weiter

Die Suche nach einem Ausweg aus der Krise um die Bildung einer neuen Bundesregierung in Deutschland geht unterdessen in eine zumindest vorentscheidende Woche. Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beginnt eine neue Runde von Gesprächen mit Spitzenpolitikern und trifft die Fraktionschefs von Grünen, Union und Linkspartei.

Der CDU-Bundesvorstand kommt zusammen, auch Präsidium und Bundesvorstand der SPD beraten. Ebenso trifft sich der Vorstand der Grünen zu Beratungen.