Berlin schränkt diplomatische Beziehungen zu Nordkorea ein

Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas schränkt Deutschland seine diplomatischen Beziehungen zu dem ostasiatischen Land ein. Ein deutscher Diplomat - aber nicht der Botschafter - wird aus der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang abgezogen, sagte der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel heute bei seinem Besuch in Washington.

Den Abzug des Diplomaten teilte das Auswärtige Amt dem nordkoreanischen Botschafter bereits gestern bei einer Einbestellung mit, noch vor der US-Forderung, den deutschen Botschafter aus Pjöngjang abzuziehen. Die Nordkoreaner wurden aufgefordert, ebenfalls einen Diplomaten aus Berlin zurückzubeordern.

„Natürlich sprechen wir mit unseren europäischen Kollegen auch darüber, ob es notwendig ist, den diplomatischen Druck noch weiter zu erhöhen“, betonte Gabriel.

USA fordern Beziehungsabbruch

Die US-Botschafterin im UNO-Sicherheitsrat hatte gestern alle Staaten dazu aufgerufen, jegliche diplomatische Beziehungen sowie alle Handelsbeziehungen mit Nordkorea einzustellen. Die Forderung erfolgte nach einem neuerlichen Raketentest. Vor allem an China appellierten die USA. Die einstige Schutzmacht Pjöngjangs reagierte auf die aktuellen Forderungen aus Washington bisher allerdings nur zurückhaltend.

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