Gazastreifen: Israelischer Armeeposten beschossen

Erstmals seit Monaten haben militante Palästinenser im Gazastreifen wieder Mörsergranaten auf israelisches Gebiet abgefeuert. Zehn bis zwölf Granaten seien heute auf einen Militärposten geschossen worden, der nahe der nordöstlichen Grenze zum Gazastreifen liegt, sagte Armeesprecher Jonathan Conricus. Es sei niemand verletzt worden.

Als Reaktion hätten Israels Artillerie und Luftwaffe vier Stützpunkte der bisher im Gazastreifen herrschenden Hamas sowie des Islamischen Dschihads angegriffen. Es war die erste Attacke dieser Art seit Monaten. Seit Beginn eines Versöhnungsprozesses zwischen den Palästinensergruppierungen Hamas und Fatah im September war es nicht mehr zu größeren Angriffen gekommen.

Mann in Westjordanland getötet

Bei einer gewaltsamen Konfrontation im Westjordanland wurde unterdessen ein Palästinenser getötet. Er habe gemeinsam mit anderen Palästinensern eine israelische Schülergruppe angegriffen, die in der Nähe von Nablus wanderte, berichteten israelische Medien. Daraufhin sei er von einem israelischen Siedler, der die Gruppe begleitete, erschossen worden.

Ein Mitglied des Dorfrats von Kusra, dem Heimatort des Getöteten, sagte hingegen, der Palästinenser habe mit Familienmitgliedern auf seinem Feld gearbeitet. Sie seien von den Siedlern attackiert worden, die sie von ihrem Land vertreiben wollten, einer habe das Feuer eröffnet.