Rakete aus Jemen schlägt in Saudi-Arabien ein

Die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben heute eine Rakete auf ein „militärisches Ziel“ in Saudi-Arabien abgefeuert.

In dem von den Rebellen kontrollierten Fernsehsender al-Massira war von einem erfolgreichen Raketenabschuss die Rede. Der Kommandeur der Huthi, Abdel Malik al-Huthi, hatte Saudi-Arabien zuvor mit Vergeltung wegen der von Riad verhängten Blockade gedroht. Gegenüber al-Massira sagte er, die Rebellen wüssten, welche Ziele Saudi-Arabien „großen Schmerz“ bereiten würden und wie sie zu erreichen seien.

Blockade wieder etwas gelockert

Am 4. November hatten die jemenitischen Rebellen eine Rakete abgefeuert, die in der Nähe des Flughafens der saudi-arabischen Hauptstadt Riad abgefangen und zerstört wurde. Einen Tag später verhängte das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis eine Blockade über alle jemenitischen Seehäfen, Flughäfen und Landübergänge, um die Rebellen zu schwächen. Von der Blockade waren auch die internationalen Hilfslieferungen für die Zivilbevölkerung im Jemen betroffen.

Inzwischen wurde die Blockade gelockert, am Samstag landeten erstmals wieder Flugzeuge mit Hilfsgütern und Helfern im Jemen. Dort kämpfen seit 2014 die schiitischen Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Militäreinheiten des gestürzten Staatschefs Ali Abdullah Saleh gegen Truppen des nach Saudi-Arabien geflohenen sunnitischen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi. 2015 griff das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis zugunsten von Hadi in den Konflikt ein.