Monsanto: Prämie für US-Bauern für Einsatz von Herbizid

Monsanto bietet US-Bauern eine Prämie für den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters Dicamba. Wer die gentechnisch veränderte Sojabohnenart XtendiMax mit dem Dicamba-Herbizid VaporGrip einsetzt, erhält vom US-Agrarriesen mehr als die Hälfte des Kaufpreises zurück - sechs Dollar je Acre (etwa 1.260 Euro je Quadratkilometer) bei einem Preis von etwa elf Dollar (9,4 Euro) je Acre.

Die US-Umweltschutzbehörde EPA schreibt nach einer Reihe von Problemen mit Dicamba inzwischen eine Sonderausbildung für Landwirte vor, die das Mittel einsetzen. Zudem müssen sie genau Buch führen. „Wegen dieser Änderungen werden die Kosten für den Einsatz der Technologie steigen“, sagte der Pflanzenschutzexperte Andrew Thostenson von der North Dakota University.

Farmer: Dicamba für Pflanzenkrise verantwortlich

Farmer in den USA machen Dicamba für eine Pflanzenkrise in diesem Jahr verantwortlich. Mehrere Bundesstaaten haben Auflagen für den Einsatz erlassen oder prüfen sie. Das Mittel wird neben Monsanto auch von BASF sowie von DowDuPont unter anderem Namen hergestellt.

BASF betont, dass sein Mittel sicher sei, ebenso wie der US-Rivale Monsanto, der gegenwärtig vor der Übernahme durch den Leverkusener Bayer-Konzern steht. Monsanto wirft den Landwirten vor, der 4.550 Wörter starken Anleitung des Herbizids nicht genau gefolgt zu sein und Dicamba unsachgemäß aufgetragen zu haben.