ÖVP und FPÖ für nationales Verbot für Glyphosat

ÖVP und FPÖ wollen einen nationalen Ausstieg und ein Verbot von Glyphosat durchsetzen. Vorgesehen sei ein Entschließungsantrag des Nationalrats an die Bundesregierung für einen nationalen Ausstieg aus dem Unkrautvernichtungsmittel.

Maßnahmenplan angekündigt

Da es zu keinem EU-weiten Verbot kommt, müsse Österreich selbst handeln. Daher soll ein Maßnahmenplan für den schrittweisen Ausstieg sowie konkrete Maßnahmen, um allfällige Nachteile in der Landwirtschaft abzufedern, beschlossen werden.

Die rechtlichen Voraussetzungen für ein nationales Verbot des Pestizids sollen ebenso geklärt werden wie die Verfügbarkeit von Ersatzprodukten und deren Verwendung und ökologische Auswirkungen. Die Umweltorganisationen Global 2000 und Greenpeace begrüßten die Ankündigung. Gleichzeitig forderten beide NGOs ein rasches und entschlossenes Handeln bezüglich des Herbizids.

Das umstrittene Pestizid, dem eine gesundheitsschädliche Wirkung nachgesagt wird, ist seit 2002 in der EU genehmigt und wird regelmäßig auf Risiken für Gesundheit und Umwelt untersucht. Ende November wurde die Zulassung für Glyphosat in der EU auf Vorschlag der EU-Kommission um fünf Jahre verlängert.

Glyphosat in heimischen Produkten?

Unterdessen gibt es eine Debatte über Glyphosat in heimischen Produkte. In der ORF-„Pressestunde“ am Sonntag hatte Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer (LKÖ), gesagt, dass in keinem heimischen Produkt Rückstände von Glyphosat zu finden seien. ORF.at hat nachgefragt. Die Antwort: Es stimmt nicht ganz.

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