Bericht über tote Zivilisten bei US-Luftangriff in Syrien

Bei Luftangriffen auf ein von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliertes Dorf im Osten Syriens sind gestern nach Angaben von Aktivisten 23 Zivilisten getötet worden.

Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien mitteilte, gehörten alle Opfer derselben Familie an. Sie hätten sich in einem Haus versteckt, nachdem sie vor Kämpfen in einem Nachbardorf geflohen seien.

Die Luftangriffe seien von der US-geführten Koalition geflogen worden, die eine Offensive der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) unterstütze.

Kinder unter Toten

Bombardiert worden sei ein Dorf am Ostufer des Euphrat in der Provinz Deir al-Sor im Osten Syriens. Unter den Opfern seien acht Kinder und sechs Frauen, so die Beobachtungsstelle. Sie stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien. Von unabhängiger Seite sind ihre Angaben nur schwer zu überprüfen. Von der US-geführten Koalition lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Die Provinz Deir al-Sor wird überwiegend von der syrischen Regierung kontrolliert. Neben den von Russland unterstützten Regierungstruppen, die den IS weitgehend aus der Provinz vertrieben, kämpfen die SDF gegen die Dschihadisten.