6.700 Rohingya laut NGO in einem Monat getötet

Mindestens 6.700 Rohingya sind nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) allein im ersten Monat des gewaltsamen Vorgehens der Armee in Myanmar getötet worden.

„Mindestens 6.700 Rohingya sind nach den zurückhaltendsten Schätzungen getötet worden, darunter mindestens 730 Kinder unter fünf Jahren“, teilte MSF heute mit. Die Organisation beruft sich auf Zahlen, die auf eigenen Untersuchungen basieren.

Hunderttausende geflohen

Die Rohingya werden in Myanmar seit Jahren systematisch verfolgt. Der Konflikt war Ende August eskaliert, nachdem zunächst Rohingya-Rebellen im Bundesstaat Rakhine Soldaten und Polizisten angegriffen und Dutzende Sicherheitskräfte getötet hatten.

Das Militär reagierte mit brutaler Gegengewalt. Seit Ende August flüchteten rund 620.000 Angehörige der muslimischen Minderheit ins Nachbarland Bangladesch.