102 Flüchtlinge vor Libyen aus Seenot gerettet

Die deutsche Marine hat im Mittelmeer erneut 102 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ nahm gestern vor der libyschen Küste die Insassen eines überladenen Schlauchboots an Bord, wie die Bundeswehr heute mitteilte. Unter den Geretteten hätten sich 84 Männer, zwei Frauen, 15 Kinder und ein Baby befunden.

Das deutsche Schiff ist im Mittelmeer im Rahmen der EU-Mission „Sophia“ im Einsatz, die gegen Schlepperbanden vorgeht. Erst Ende November hatte die „Mecklenburg-Vorpommern“ 90 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Insgesamt nahmen deutsche Marineschiffe dem Verteidigungsministerium zufolge seit Mai 2015 mehr als 22.000 Menschen auf, die versuchten, das Mittelmeer zu überqueren.

68 Flüchtlinge aus Ägäis gerettet

Unterdessen liefen rund 68 Flüchtlinge vor der türkischen Ägäis-Küste auf einen Felsen auf. Sie hätten versucht, mit einem Schlauchboot auf eine der griechischen Inseln zu gelangen, meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Ein Anadolu-Korrespondent sagte dem Sender CNN Türk, die Menschen seien nicht verletzt. Die türkische Küstenwache habe die Flüchtlinge mit zwei Hubschraubern zurück auf das türkische Festland in die Nähe des Ortes Dikili gebracht. Unter den Gestrandeten seien vier Kinder. Zur Nationalität der Geretteten gab es zunächst keine Angaben.