EU will 15.000 Flüchtlinge in Heimatländer zurückbringen

Die Europäische Union (EU) will bis Ende Februar rund 15.000 notleidenden Flüchtlingen in Libyen die Rückkehr in ihre Heimatländer ermöglichen. Das gab die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Donnerstag nach einem Treffen mit Vertretern der Afrikanischen Union (AU), der UNO und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Brüssel bekannt.

Die Rückkehr soll auf freiwilliger Basis erfolgen. Das von der EU finanzierte Angebot richtet sich an Flüchtlinge, die unter schwierigen Lebensbedingungen in Libyen festsitzen. Sie sollen von der gefährlichen Weiterfahrt über das Mittelmeer nach Europa abgehalten werden.

„Auf dem Weg zu einer Lösung“

Seit Jahresbeginn sind laut EU-Angaben bereits mehr als 16.500 Flüchtlinge mit Unterstützung der IOM aus Libyen in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Im Gesamtjahr 2016 waren es rund 2.700 gewesen. IOM-Chef William Swing sprach in Brüssel von Fortschritten bei der Rückführung. „Wir sind auf dem Weg zu einer Lösung“, sagte er.

Auf einem Gipfel im westafrikanischen Abidjan hatten EU, AU, UNO und IOM im vergangenen Monat vereinbart, ihre Unterstützung für solche Migranten zu verstärken, die in Libyen festsitzen und wieder nach Hause wollen. Zur Umsetzung der Pläne hatten die Gipfelteilnehmer die Bildung einer „Taskforce“ vereinbart, die heute in Brüssel zu Beratungen zusammenkam.