Eckiges Weinfass soll Kosten senken

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In Deutschland wurde ein eckiges Weinfass entwickelt, um Kosten zu senken und den Holzverbrauch zu reduzieren. Der Tischler und Berufsschullehrer Thomas Lutz (56) brach mit der gut 2.000 Jahre alten Tradition des runden Fasses und schuf ein Konstrukt aus Eichenholz und Edelstahl, das aussieht wie ein kleiner Kasten.

Der Erfinder eines eckigen, zerlegbaren Weinfasses, Thomas Lutz

APA/dpa/Uwe Anspach

Ein Marketing-Gag ist das laut Lutz nicht: Die neue Form mache es möglich, beim Holzverbrauch, beim Lagern und beim Transport erheblich zu sparen, sagte Lutz, der für das Fass einen Designpreis des Landes Rheinland-Pfalz erhielt. Weil die Fässer häufiger verwendet werden könnten, müsse man zum Beispiel weniger Bäume schlagen.

Manche Experten glauben aber nicht an die Neuerung: Ulrich Fischer vom Dienstleistungszentrum (DLR) Rheinpfalz verwies etwa darauf, dass Untersuchungen zu viereckigen Fässern gezeigt hätten, dass diese nicht dicht blieben. Andere vermuten mangelnde Stabilität beim eckigen Weinfass.