Niki-Übernahme: Ryanair verzichtet auf Angebot

Der Billigflieger Ryanair hat entgegen einer früheren Ankündigung doch kein Gebot für die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki abgegeben. „Leider gab es nicht genug Klarheit über die Vermietung von Lufthansa-Flugzeugen an Niki, das konnten wir nicht rechtzeitig lösen“, teilte das Unternehmen heute mit.

Der Niki-Gründer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda reichte unterdessen ein Angebot zur Übernahme des Ferienfliegers ein, wie seine Sprecherin sagte. Auch Lauda hatte bereits kritisiert, es sei nicht klar, wie viele Flugzeuge Niki noch zur Verfügung stünden.

Von der Flotte von 20 Maschinen hat die Lufthansa nach eigenen Angaben vier gekauft, muss diese aber einem neuen Eigentümer von Niki weiterverkaufen, nachdem sie selbst den Plan einer Niki-Übernahme aufgegeben hatte. Die übrigen Maschinen sind im Besitz von Leasinggesellschaften. Die Niki-Mutter Air Berlin hatte sämtliche Flugzeuge gemietet und keine selbst besessen.

Kein eigenes Angebot von Zeitfracht/Nayak

Im Poker um Niki will unterdessen auch die Bietergemeinschaft Zeitfracht/Nayak doch kein eigenes Angebot vorlegen. Das Konsortium will aber mit möglichen Käufern kooperieren.

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