Flüchtlinge versuchen Weg über Alpen nach Frankreich

In der norditalienischen Ortschaft Bardonecchia nördlich von Turin haben die italienische Polizei und die Bergrettung die Kontrollen verschärft. Sie wollen verhindern, dass Flüchtlinge bzw. Migranten trotz des Schnees über dem Col de l’Echelle versuchen, die Grenze von Italien nach Frankreich zu überqueren.

Sie müssen dabei zwölf Kilometer auf einer Höhe von 1.700 Meter zurücklegen, um von Bardonecchia aus Nevache in Frankreich zu erreichen. Mitten in den verschneiten Alpen sind in den vergangenen Tagen mehrere Menschen gerettet worden, als sie die Grenze von Italien nach Frankreich überqueren wollten, berichtete die Tageszeitung „La Stampa“.

Mit Tennisschuhen im Schnee

Sechs Asylsuchende hatten sich wenige Tage vor Weihnachten auf den verschneiten Wegen verirrt und um Hilfe gebeten. Die Bergrettung brachte die Unterkühlten in Sicherheit. Einige von ihnen waren mit Jeans und Tennisschuhen unterwegs. „In Bardonecchia ist die Lage besorgniserregend. Migranten versuchen trotz des Schnees, Frankreich zu erreichen. Wir müssen sie daran hindern, um Todesfälle zu vermeiden“, sagte Luca Giaj Arcota, Präsident der Bergrettung im Piemont.

Der Bergrettung zufolge versuchen seit dem vergangenen Sommer immer mehr Menschen, von Bardonecchia aus die Alpen nach Frankreich zu überqueren. Um sie davon abzuhalten, würden die Migranten über die Risiken in den Bergen informiert.