Deutlich weniger Asylwerber in der EU

Die Zahl der Asylwerber in der EU ist in den ersten neun Monaten des abgelaufenen Jahres deutlich gesunken. Von Jänner bis September hätten die Mitgliedsstaaten insgesamt 479.650 erstmalige Asylanträge registriert, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag-Ausgaben) unter Berufung auf die EU-Statistikbehörde Eurostat. Das seien 50 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

In Österreich gingen die Asylanträge ebenfalls weiter stark zurück. Bis Ende November wurden knapp 19.000 Menschen zum Verfahren in Österreich zugelassen, im Vorjahr waren es noch fast 40.000. Die höchste Chance, Asyl zu bekommen, haben Menschen aus Syrien: 90 Prozent der Antragsteller dürfen bleiben. Bei Menschen aus Afghanistan sind es nur knapp die Hälfte.

Aus den vergangenen Jahren sind noch Tausende Fälle offen, die Behörden holen jedoch langsam auf. 28.000 Asylverfahren wurden dieses Jahr entschieden. Laut dem Sprecher des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck, gibt es momentan 35.000 laufende Verfahren in der ersten Instanz. Das Innenministerium machte keine Angaben dazu, wie lange es für eine Entscheidung benötigt - im Vorjahr dauerte ein Verfahren im Schnitt neun Monate.