Bericht: Russische Tanker lieferten Öl nach Nordkorea

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Russische Tanker sollen Nordkorea in den vergangenen Monaten mindestens dreimal mit Treibstoffen versorgt haben. Dabei hätten die Schiffe auf hoher See ihre Ladung an nordkoreanische Tanker übergeben, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus hochrangigen westeuropäischen Sicherheitskreisen. Der Verkauf von Öl oder Ölprodukten aus Russland verstoße gegen UNO-Sanktionen, hieß es weiter.

Es gebe keine Anzeichen dafür, dass der russische Staat an den Transfers beteiligt gewesen sei, sagte einer der Insider. Das russische Außenministerium und der russische Zoll lehnten eine Stellungnahme ab. Der Eigentümer eines der Schiffe, das verdächtigt wird, Öl nach Nordkorea geschmuggelt zu haben, wies derartige Aktivitäten zurück. Reuters konnte die Informationen nicht unabhängig bestätigen.

Trump-Kritik an China

Insider beriefen sich auf Geheimdienstinformationen und Satellitenbilder der Schiffe, die von den russischen Pazifikhäfen ausgelaufen seien. Nähere Angaben machten sie aus Geheimhaltungsgründen nicht. Aus Satellitendaten, die über Reuters erhältlich sind, gehen aber ungewöhnliche Aktivitäten bei einigen der Schiffe vor, die von den Insidern genannt wurden. So schalteten die Tanker ihre Transponder ab, welche üblicherweise die genaue Position bekanntgeben.

Erst am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump China vorgeworfen, illegale Öllieferungen nach Nordkorea zu erlauben. Südkoreanische Medien hatten berichtet, chinesische Schiffe hätten auf hoher See Öl an nordkoreanische Tanker übergeben.