Empörung nach Angriff auf Polizisten in Pariser Vorort

Ein Angriff auf zwei Polizisten in der Silvesternacht hat in Frankreich große Empörung ausgelöst. Die Beamten wurden bei einem Einsatz in einem Vorort von Paris attackiert, erklärte heute die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt.

Macron verurteilt „Lynchjustiz“

Präsident Emmanuel Macron verurteilte den Vorfall via Twitter als „feige und kriminelle Lynchjustiz“. Er versicherte, dass die Schuldigen gefunden und bestraft würden. Innenminister Gerard Collomb sagte, eine zu Boden geworfene Polizistin sei von mehreren Personen umringt gewesen, die sie getreten und geschlagen hätten.

Ein Kollege der Frau habe einen Faustschlag ins Gesicht bekommen und einen Nasenbruch erlitten. Französische Medien verwiesen auf Videobilder, die in Sozialen Netzwerken kursierten und den Vorfall zeigen sollen.

Von Gruppe angegriffen

Die Polizisten waren vor Mitternacht am Silvesterabend zu einem Einsatz in Champigny-sur-Marne östlich der Hauptstadt ausgerückt. Dort hätten mehrere Personen versucht, sich Zugang zu einer privaten Silvesterparty zu verschaffen, hieß es von der Polizeipräfektur.

Die verletzten Beamten wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Zeitung „Le Parisien“ berichtete, dass die Polizei schließlich Tränengas einsetzte. Zwei Menschen wurden festgenommen, nach Informationen der Zeitung „Le Monde“ aus Polizeikreisen ist aber noch nicht klar, ob sie an dem Angriff auf die Beamten beteiligt waren.

Jugendliche schießen auf Polizeiauto

Im deutschen Berlin-Neukölln kam es am Neujahrsabend auch zu einem Angriff auf Polizisten. Drei Jugendliche hätten mit Schreckschusswaffen ein Polizeiauto beschossen, in dem zwei Polizisten saßen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Angreifer hätten in einer Gruppe von rund zwanzig Jugendlichen gestanden, die die Schützen laut angefeuert haben sollen.

Die Polizisten seien weiter gefahren und hätten Verstärkung angefordert. Als sie zusammen mit einer weiteren Streifenwagen-Besatzung zurückkehrten, wurden beide Autos beschossen. Die Besatzungen brachten sich zunächst in Sicherheit - als eine weitere Verstärkung eintraf, waren die Täter weg.

Verletzt wurde niemand, an den Polizeiwagen entstand kein Schaden.