17 Kirchgänger in Nigeria erschossen

In Nigeria haben Bewaffnete mindestens 17 Kirchgänger nach einem Gottesdienst erschossen. Zwölf weitere Menschen seien bei der Attacke in der südnigerianischen Stadt Omoku verletzt worden, sagte ein Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Die Gläubigen hätten zu Silvester eine Mitternachtsmesse besucht und sich auf dem Heimweg befunden, als sie angegriffen worden seien, so ein Polizeisprecher. Nach den Tätern werde gesucht. Omoku liegt im Bundesstaat Rivers. In der Gegend sind mehrere bewaffnete Banden aktiv.

700 Gefangene entkamen Boko Haram

Im Nordosten des Landes entkamen unterdessen nach Angaben der Streitkräfte mehr als 700 Menschen der Gefangenschaft der islamistischen Terrormiliz Boko Haram. Es handle sich vor allem um Bauern, Fischer und deren Familien, die von den Islamisten als Arbeitssklaven gehalten worden seien, erklärte Militärsprecher Timothy Antigha gestern.

Die Menschen entkamen laut den Angaben in der Folge jüngster erfolgreicher Militäreinsätze gegen Boko Haram im Gebiet des Tschadsees. Sie flohen von verschiedenen Inseln in die Stadt Monguno, wo sie vom Militär in Empfang genommen wurden. Die Freigekommenen würden zunächst von Sicherheitskräften befragt, erklärte Antigha weiter.

Die sunnitischen Extremisten der Boko Haram terrorisieren den Nordosten Nigerias und angrenzende Gebiete der Nachbarländer. Bei ihren Angriffen und Anschlägen kamen seit 2009 mindestens 20.000 Menschen ums Leben, Millionen flohen vor der Gewalt.