Proteste im Iran: Rouhani hofft auf Ende „in wenigen Tagen“

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat in einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan die Hoffnung geäußert, dass die Proteste in seinem Land „in wenigen Tagen“ zu Ende sein werden. In dem Gespräch habe Erdogan sich einig mit Rouhani gezeigt, dass das Demonstrationsrecht der Bürger nicht zu „Verstößen gegen die Gesetze“ führen dürfe, hieß es aus Ankara.

Größte Protestwelle seit 2009

Rouhani habe Erdogan für seine Anteilnahme gedankt und „die Hoffnung geäußert, dass die Proteste in wenigen Tagen zu Ende sind“, hieß es. Die Türkei hatte sich schon zuvor besorgt über die teils gewaltsamen Proteste im Iran geäußert. Die Islamische Republik ist in den vergangenen Tagen von den größten Protesten seit 2009 erschüttert worden.

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Iranische Führung mobilisiert Unterstützer

Angesichts der anhaltenden regierungskritischen Proteste mobilisiert die iranische Führung jetzt ihre Unterstützer: In mehreren Städten versammelten sich heute Tausende Menschen zu Kundgebungen, darunter in den Großstädten Kermanschah, Ilam und Gorgan. Das Staatsfernsehen sendete Bilder von Fahnen schwenkenden Demonstranten. Andere Demonstranten trugen Bilder des geistlichen und politischen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei.