Tesla enttäuscht mit Absatzzahlen

Der US-Elektroautohersteller Tesla hat mit den Absatzzahlen für seinen neuen Hoffnungsträger Model 3 enttäuscht. Im vierten Quartal lieferte das Unternehmen 1.550 Fahrzeuge aus, wie es gestern mitteilte. Analysten hatten mit 4.100 gerechnet. Im nachbörslichen Handel fiel die Tesla-Aktie um 1,7 Prozent.

Mit dem Model 3 will der Branchenpionier aus dem Silicon Valley den Sprung aus der Nische eines Herstellers batteriebetriebener Luxusfahrzeuge auf den Massenmarkt schaffen. Doch Tesla bekommt die Probleme bei dem Fahrzeug nicht in den Griff: Das Unternehmen musste abermals seine Produktionsziele verschieben. Die Fertigung des Model 3 könne erst am Ende des zweiten Quartals auf wöchentlich 5.000 Fahrzeuge hochgefahren werden, hieß es.

Batterien als Hürde

Bereits im dritten Quartal waren statt der angepeilten 1.500 E-Autos vom Typ Model 3 nur 260 Stück von den Bändern gelaufen. Als Achillesferse stellte sich die Produktion der Batteriemodule heraus, für die Tesla in der Wüste von Nevada eigens eine große Fabrik hochgezogen hat. Dort müssen die Fertigungsabläufe den Angaben zufolge teilweise überarbeitet werden.

Insgesamt lieferte Tesla im Schlussquartal 29.870 Fahrzeuge aus, das entspricht dem Unternehmen zufolge einem neuen Bestwert und einem Anstieg von 27 Prozent im Jahresvergleich. Von der Luxuslimousine Model S wurden 15.200 Stück an die Kundschaft gebracht, vom neueren Elektro-SUV Model X 13.120 Stück. Produziert wurden nach Angaben von Tesla 24.565 Wagen, davon 2.425 Model 3.