Palästinenser im Gazastreifen erhalten länger Strom

Nach Monaten einer verschärften Energiekrise erhält die Bevölkerung im Gazastreifen wieder länger Strom. Statt acht Stunden pro Tag fließt ab sofort zwölf Stunden lang Strom, wie die palästinensische Energiebehörde heute mitteilte. Gestern hatte die Palästinensische Autonomiebehörde erklärt, eine entsprechende Beschränkung aufzuheben. Gründe dafür wurden nicht genannt.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte im Frühjahr 2017 mitgeteilt, nicht mehr für die israelischen Stromlieferungen in das Küstengebiet zahlen zu wollen. Israel drosselte daraufhin die Versorgung. Abbas wollte damals Druck auf die bisher im Gazastreifen herrschende radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas ausüben.

Das Küstengebiet mit rund zwei Millionen Einwohnern erhält seinen Strom von Israel, Ägypten und durch ein eigenes Kraftwerk. Daneben behelfen sich viele Menschen mit Generatoren.