Trump-Eigenlob für Rolle im Nordkorea-Konflikt

US-Präsident Donald Trump schreibt die jüngste Annäherung zwischen Nord- und Südkorea seiner eigenen Position der Stärke zu. „Glaubt wirklich irgendjemand, Gespräche und Dialog zwischen Nord- und Südkorea würden weitergehen, wenn ich nicht standfest und stark wäre - willens, unsere totale Macht gegen den Norden einzusetzen?“, twitterte Trump heute Früh (Ortszeit).

Nord- und Südkorea hatten in den vergangenen Tagen vorsichtige Signale der Entspannung ausgesandt: Die Neujahrsansprache von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wurde als Zeichen der Dialogbereitschaft mit dem Süden gewertet. Am Dienstag schlug Seoul für kommende Woche Gespräche mit dem Norden auf hoher Ebene vor. Dabei soll es um „Themen von gemeinsamem Interesse“ gehen, darunter eine mögliche Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang im Februar.

Gestern gaben Nord- und Südkorea zudem einen seit knapp zwei Jahren abgeschalteten Kommunikationskanal wieder frei und führten ein erstes Gespräch über die Leitung.

China schickt Sondergesandten nach Seoul

China entsendet angesichts der jüngsten Entspannung einen Sondergesandten nach Seoul. Vizeaußenminister Kong Xuanyou werde morgen und am Samstag zu einem „Meinungsaustausch“ mit dem südkoreanischen Beauftragten für Friedensgespräche, Lee Do Hoon, nach Südkorea reisen, teilte das Außenministerium in Peking heute mit.