Tote bei Angriffen auf syrisches Rebellengebiet

Bei Luftangriffen auf syrisches Rebellengebiet östlich der Hauptstadt Damaskus sind Aktivisten zufolge mindestens 17 Zivilisten ums Leben gekommen. Mindestens 60 Menschen seien verletzt worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien heute.

Allein zwölf Menschen seien bei der Bombardierung des Ortes Hamuria getötet worden, so die Beobachtungsstelle. Sie machte dafür syrische und russische Kampfflugzeuge verantwortlich. Die Rebellenenklave Ostghuta gehört zu den am meisten umkämpften Gebieten des Bürgerkriegslandes. In dieser Woche waren bei Angriffen auf die Region mindestens 30 Zivilisten getötet worden.

Regierung erkämpft zwei Orte in Idlib

Im Nordwesten konnten die syrischen Regierungstruppen weitere Geländegewinne gegen die Rebellen erzielen. Die Kräfte des Regimes hätten im Süden der Provinz Idlib zwei Orte unter Kontrolle gebracht, erklärte die Beobachtungsstelle. Auch regierungsnahe Medien meldeten Erfolge der Armee.

Oppositionelle Nachrichtenseiten berichteten zugleich von neuen Luftangriffen auf die Provinz. Das UNO-Nothilfebüro (OCHA) erklärte über den Kurznachrichtendienst Twitter, in der von Rebellen kontrollierten Stadt Maarat al-Numan sei zum dritten Mal in weniger als einer Woche die Geburts- und Kinderklinik beschädigt und außer Dienst genommen worden. Syrische und russische Jets hatten in dieser Woche zahlreiche Angriffe auf die umkämpfte Region geflogen.