Kneissl absolviert erste Auslandsreise

Die von der FPÖ nominierte Außenministerin Karin Kneissl reist heute zu ihrer ersten Auslandsreise nach Bratislava. Dort wird sie von Staatssekretär Ivan Korcok offiziell empfangen.

Korcok hat die Agenden übernommen, während Außenminister Miroslav Lajcak das Amt des Präsidenten der UNO-Vollversammlung in New York ausübt. Kneissl und Lajcak werden aber informell zusammentreffen.

„Am nächsten gelegene Hauptstädte“

Dass die Slowakei zu den Visegrad-Staaten zählt, hat laut Kneissl keine Rolle bei der Wahl ihres ersten Reiseziels gespielt. Bratislava und Wien „sind die beiden weltweit am nächsten gelegenen Hauptstädte“, begründete Kneissl die Destination.

In die Slowakei fährt Kneissl mit dem Pendlerzug, den die Außenministerin auch privat nutzt. „In der Früh ist er voll mit slowakischen Krankenschwestern oder Pflegerinnen“ - also jenen Frauen, von denen vermutlich viele durch die geplante Kürzung der Familienbeihilfe für im Ausland lebende Kinder betroffen sind.

Ob diese Pläne Gesprächsthema werden, ist noch nicht bekannt. Im Vorfeld hieß es aus den Außenministerien in Wien und Bratislava, dass es in den politischen Gesprächen um die bilateralen Beziehungen, die regionale Zusammenarbeit, die OSZE und EU-Fragen gehen soll. Auch die Atomenergie soll angesprochen werden.