Äpfel und Erdäpfel 2017 empfindlich verteuert

Für einige Grundnahrungsmittel ist jetzt spürbar mehr zu bezahlen als noch vor einem Jahr. Erdäpfel etwa verteuerten sich zwischen Dezember 2016 und Dezember 2017 um fast 36 Prozent, Äpfel und Gouda-Käse um rund 25 Prozent und Reis um etwa 15 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Preismonitor der Arbeiterkammer (AK) von heute hervor.

Warenkorb um vier Prozent teurer

Verglichen wurde ein Warenkorb mit den 40 günstigsten Lebens- und Reinigungsmitteln in sieben Supermärkten und Diskontern: Der gesamte Einkauf kostete im Dezember um vier Prozent mehr als zwölf Monate davor. Der Preis für Geschirrspülmittel stieg um fast 21 Prozent.

Manche Produkte wurden auch billiger. Deutlich preiswerter wurden etwa Tomaten und Salatgurken (um rund 19 Prozent), Bananen (rund 15 Prozent) und flüssige Vollwaschmittel (rund zehn Prozent). Unverändert blieb der Preis beispielsweise für tiefgekühlte Pommes frites und Fischstäbchen.

Milchpreishoch nach Milchkrise

In der Milchproduktion ist der Erzeugerpreis seit Herbst 2016 wieder in die Höhe geschossen. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) rechnet nun aber mit einem Rückgang des Preises im Frühjahr. Eine Situation wie 2015 und 2016 werde es aber nicht geben, sagte Köstinger heute in Wien.

Für Milch aller Qualitäten exklusive Umsatzsteuer erhielten die Bauern im Jahresschnitt 2016 rund 31 Cent/kg nach 34 Cent im Jahr 2015 und 40 Cent im Jahr 2014. Am Höhepunkt der Milchpreiskrise im Juli 2016 lag der konventionelle Milchpreis ohne Heumilchzuschlag bei 27 Cent.

Grafik zum Milchpreis

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/VÖM/AMA

Köstinger will die Milchgipfel ihres Ministervorgängers Andrä Rupprechter (ÖVP) fortsetzen. Sie erwartet, dass der Wechsel vom Billigst- zum Bestbieterprinzip bei der Beschaffung im öffentlichen Bereich der Agrarbranche einen positiven Impuls geben wird. Auch bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die Jahre nach 2020 müssten Entlastungsmechanismen für den Milchsektor fix verankert werden, so die Landwirtschaftsministerin.