Athen will weitere Häfen verpachten

Das schuldengeplagte Griechenland kommt bei seinen Privatisierungen voran. Nach der Verpachtung der zwei größten Häfen Piräus und Thessaloniki sollen nun weitere wichtige Hafenanlagen privatisiert werden, sagte ein hoher Funktionär des griechischen Finanzministeriums der dpa.

Unter anderem soll der Hafen von Alexandroupoli im äußersten Nordosten des Landes verpachtet werden. Er könnte eine Drehscheibe für den Transport von Erdgas werden. Amerikanische Unternehmen planen dort ein Gasdepot zu bauen. Der Hafen hat eine Bahnanbindung, die Griechenland mit Ost- und Mitteleuropa verbindet.

Bereits 14 Flughäfen verpachtet

Verpachtet werden sollen auch der touristisch wichtige Hafen der Jetset-Insel Mykonos und jene von Korfu und Heraklion auf Kreta. Auf der Liste des Privatisierungsfonds und der Schuldenagentur stehen auch die Häfen Lavrion und Elefsina im Großraum Athen sowie die Häfen Patras und Igoumenitsa, die als Tore nach Italien gelten.

Das völlig überschuldete Griechenland bekommt seit Jahren Hilfsgelder, die an Sparprogramme, Privatisierungen und Strukturreformen geknüpft sind. Athen hat sich verpflichtet, Privatisierungen zu beschleunigen. 14 Flughäfen wurden bisher verpachtet.