Italien: Gentiloni schließt Koalition mit Berlusconi aus

Der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni hat sich zuversichtlich gezeigt, dass populistische und antieuropäische Parteien nicht die Parlamentswahl am 4. März gewinnen werden. „Italien wird seine politische Stabilität bewahren“, so Gentiloni heute im Interview mit dem US-Kanal CNBC am Rande des Wirtschaftsforums in Davos.

Der Sozialdemokrat schloss aus, dass er eine Regierung mit der Mitte-rechts-Koalition um Silvio Berlusconi bilden könnte. Er zeigte sich überzeugt, dass seine Demokratische Partei (PD) und die Mitte-links-Kräfte die Wahl gewinnen werden.

Gentiloni: Probleme in Italien noch nicht gelöst

Gentiloni, der Italien seit Dezember 2016 regiert, hob die Leistungen seiner Regierung hervor. Die Wirtschaft wachse wieder, während die Arbeitslosigkeit sinke. Das bedeute zwar nicht, dass Italien all seine sozialen und politischen Probleme gelöst habe. Es sei jedoch wichtig, den Reformprozess fortzusetzen.

Gentiloni zieht im Wahlkreis von Roms Stadtzentrum ins Rennen um einen Parlamentssitz, wie er ankündigte. Er wolle sich dafür einsetzen, die Probleme Roms zu lösen. Der Wahlkreis, in dem er seine Kandidatur einreicht, sei für die PD zwar kein sicherer. Er wolle jedoch in seiner Heimatstadt kandidieren, erklärte der Premier.