Trump ruft Erdogan zu Zurückhaltung in Syrien-Offensive auf

US-Präsident Donald Trump hat seinen türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan zur Zurückhaltung bei der Militäroffensive in Syrien aufgefordert. Erdogan müsse jegliche Aktionen unterlassen, durch die es zu einem direkten Konflikt mit US-Soldaten kommen könnte, sagte Trump gestern nach Mitteilung des amerikanischen Präsidialamtes in einem Telefonat mit Erdogan.

Die zunehmende Gewalt in der syrischen Region Afrin untergrabe gemeinsame Ziele in Syrien. Erdogan selbst forderte nach Mitteilung seines Amtes von den USA, Waffenlieferungen an die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) einzustellen. Der Militäreinsatz richte sich gegen „terroristische Elemente“.

Zwei Tote in südtürkischer Stadt Kilis

Erdogan hatte angekündigt, die YPG auch im syrischen Manbidsch zu bekämpfen. Dort ist anders als in Afrin US-Militärpersonal stationiert. Die Türkei betrachtet die YPG als Schwesterorganisation der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die seit Jahrzehnten für Autonomie der Kurden kämpft.

Unterdessen sind bei einem Einschlag von zwei Raketen in der südtürkischen Grenzstadt Kilis zwei Menschen getötet worden. Der Gouverneur Mehmet Tekinarslan erklärte, bei dem Raketenbeschuss aus der nordsyrischen Region Afrin habe es auch elf Verletzte gegeben. Ursprünglich war von einem Toten und 13 Verletzten die Rede gewesen.