Zeman bleibt tschechischer Präsident

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Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman wird weitere fünf Jahre amtieren. Nach der Auszählung von 95 Prozent der Wahllokale lag er heute bei der Stichwahl um das Präsidentschaftsamt bei rund 52,2 Prozent, während sein Konkurrent Jiri Drahos 47,8 Prozent erreichte.

Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman

APA/AP/Petr David Josek

Drahos wünscht Zeman „Kraft und Gesundheit“

Drahos, der frühere Chef der tschechischen Wissenschaftsakademie erklärte am späten Nachmittag seine Niederlage. Vor seinen Anhängern im Wahlkampfstab gratulierte er Zeman öffentlich zum Sieg und wünschte ihm „viel Kraft und Gesundheit“.

„Wir haben nicht gewonnen, aber wir haben auch nicht verloren“, sagte Drahos. Er hoffe, dass die „Energie und die Welle der Begeisterung“ seiner Anhänger nicht verschwinden würden.

Für die Stichwahl wurde eine leicht höhere Wahlbeteiligung erwartet als in der ersten Runde vor zwei Wochen, wo sie fast 62 Prozent ausgemacht hatte. Damals gewann Zeman klar mit 38,6 Prozent, während Drahos 26,6 Prozent der Stimmen erhielt.

Amtsinhaber seit 2013

Rund 8,5 Millionen Tschechen waren aufgerufen, über den Staatschef zu entscheiden. Der Staatspräsident wurde zum zweiten Mal in der Geschichte Tschechiens direkt vom Volk gewählt.

Zeman hat das Amt seit 2013 inne. Der 73-jährige ehemalige Ministerpräsident einer Mitte-links-Regierung ist ein scharfer Kritiker der Einwanderung aus muslimischen Ländern nach Europa geworden. Auch kritisierte er die westlichen Sanktionen gegen Russland.