Nutzer verbringen weniger Zeit auf Facebook

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat Sorgen geschürt, das Wachstum des weltgrößten Sozialen Netzwerks könnte sich abschwächen. Die jüngsten Veränderungen wie eine geringere Zahl von Videos hätten sich auf die Verweildauer von Nutzern ausgewirkt, sagte Zuckerberg gestern Abend bei der Vorstellung der Quartalsbilanz. Diese habe sich zum Vorquartal um rund 50 Millionen Stunden pro Tag reduziert.

Die Zeit, die Nutzer auf einer Plattform wie Facebook, Snapchat und Twitter verbringen, ist entscheidend für Werbekunden, die mit ihren Anzeigen das größtmögliche Publikum ansprechen wollen. Bisher wächst Facebook genau in diesem Bereich ohne Handbremse. Im vierten Quartal kletterten die Erlöse um 47 Prozent auf knapp 12,97 Milliarden Dollar (rund zehn Mrd. Euro). Dabei kamen 98 Prozent der Einnahmen aus dem Verkauf von Anzeigen, größtenteils für Werbung auf mobilen Geräten.

Anleger interessierte der Umsatzsprung zunächst wenig. Sie verschreckte vor allem der Rückgang der Verweildauer sowie der Anstieg der täglichen Nutzer auf 1,4 Milliarden. Hier hatten sie mit einem Plus auf 1,41 Milliarden gerechnet. Die Facebook-Aktie fiel nachbörslich vier Prozent, drehte dann aber überraschend leicht ins Plus.