USA: Millionenstrafe für Deutsche Bank wegen Manipulation

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Wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation muss die Deutsche Bank in den USA eine Geldstrafe von 70 Millionen US-Dollar zahlen. Die Aufsichtsbehörde CFTC sieht es als erwiesen an, dass die Bank von 2007 bis 2012 durch falsche Angaben den Referenzzinssatz Isdafix zu ihren Gunsten beeinflussen wollte.

Die involvierten Mitarbeiter hätten gewusst, dass ihr Handeln illegal sei, erklärte die CFTC gestern am späten Abend (Ortszeit) in Washington. Der Isdafix ist eine Referenzwert für bestimmte Finanzgeschäfte.

Deutsche Bank: Untersuchungen unterstützt

„Wir haben die Untersuchungen der CFTC unterstützt und umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um Schwachstellen bei der Festlegung von Referenzwerten zu beheben“, hieß es von einem Sprecher der Deutschen Bank heute Früh in Frankfurt auf Anfrage. Erst zu Wochenbeginn hatte die CFTC der Deutschen Bank wegen des Vorwurfs der Manipulation von Edelmetallpreisen eine Geldbuße von 30 Millionen Dollar aufgebrummt.

Die Deutsche Bank kann damit ein weiteres Kapitel in ihren zahlreichen Rechtsstreitigkeiten schließen. Schon 2016 hatte sich das Institut wegen des Vorwurfs der Isdafix-Manipulation mit einer Gruppe von Investoren auf die Zahlung von 50 Millionen Dollar geeinigt. Die Investoren hatten damals insgesamt 14 Banken vorgeworfen, beim Isdafix verbotene Absprachen getroffen zu haben.

Verlust durch US-Steuerreform

Zu schaffen macht der Deutschen Bank auch die US-Steuerreform, die dem Institut das dritte Verlustjahr in Folge bescherte. Wie die Bank heute in Frankfurt mitteilte, stand im vergangenen Jahr ein Verlust von einer halben Milliarde Euro zu Buche wegen des Steuereffekts in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro.

Ohne diese Belastung, die im vierten Quartal verbucht wurde, hätte das Institut einen Gewinn von rund 900 Millionen Euro eingefahren. 2016 hatte der Verlust unter dem Strich 1,4 Milliarden Euro betragen. Die Erträge gingen 2017 um zwölf Prozent auf 26,4 Milliarden Euro zurück.