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Mehr Geld gegen illegale Migration

Großbritannien und Frankreich haben einen schärferen Grenzschutz vor illegaler Migration vereinbart. London zahlt Paris für neue Sicherheitsmaßnahmen am Ärmelkanal 44,5 Millionen Pfund (etwa 50 Mio. Euro). Das erklärten Premierministerin Theresa May und der französische Präsident Emmanuel Macron im Jänner.

Das Geld soll etwa für Videoanlagen und Zäune in Calais und anderen französischen Orten verwendet werden, um Menschen von der illegalen Einreise nach Großbritannien abzuhalten. Außerdem vereinbarten beide Länder eine stärkere Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Forschung und Terrorbekämpfung. Auch die Chefs der Geheimdienste waren zu dem Treffen angereist.

Einwanderungsvertrag erneuert

Macron und May unterschrieben einen neuen Einwanderungsvertrag. Er ergänzt die 15 Jahre alten Vereinbarungen von Le Touquet für die Zusammenarbeit im Kampf gegen Schleuser und illegale Einwanderung. „Wir müssen die Zahl der Menschen, die aus Calais kommen, reduzieren“, sagte May.

Die britische Grenze wird faktisch in Nordfrankreich bewacht: In der Hafenstadt Calais verhindern französische Polizisten, dass Migranten auf Lastwagen mit Ziel Großbritannien klettern. Pässe werden im Hafen von Calais von britischen Beamten kontrolliert. Wer nicht ins Land darf, muss in Frankreich bleiben. Umgekehrt kontrollieren Franzosen schon auf englischem Boden, ob Reisende nach Frankreich dürfen.

2015 mehr als 80.000 Einreiseversuche

Nach britischen Angaben gab es 2015 mehr als 80.000 Versuche, illegal von Frankreich aus ins Vereinigte Königreich einzureisen. Im vergangenen Jahr waren es nur noch etwa 30.000. Ein Grund dafür sei auch die Räumung des riesigen Elendslagers „Dschungel von Calais“ im Oktober 2016, in dem bis zu 10.000 Menschen lebten. Auch heute noch sammeln sich in der Gegend weiter Migranten. Hilfsorganisationen sprechen von prekären Lebensbedingungen.

Es war Macrons erster offizieller Besuch in Großbritannien seit Amtsantritt. Kritisch äußerte er sich zum geplanten EU-Austritt Großbritanniens: Er bedauere diesen sehr, aber „respektiere die Entscheidung“. Der französisch-britische Regierungsgipfel findet alle zwei Jahre statt.

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