Präsidentschaftswahl in Aserbaidschan wird vorgezogen

Aserbaidschans autoritär regierender Staatschef Ilham Alijew hat die Präsidentschaftswahl um ein halbes Jahr vorgezogen. Alijew legte den 11. April als Wahltermin fest, wie aus einem heute veröffentlichten Dekret hervorgeht. Ursprünglich war die Präsidentschaftswahl in der früheren Sowjetrepublik für den 17. Oktober geplant gewesen.

Es wird erwartet, dass sich der seit 2003 herrschende Alijew um eine vierte Amtszeit bewirbt. Die Opposition warf dem 56-Jährigen vor, mit dem Vorziehen des Wahltermins den Wahlkampf verkürzen zu wollen. Der Vorsitzende der Oppositionspartei Volksfront, Ali Kerimli, sagte der Nachrichtenagentur AFP, dadurch solle die Opposition daran gehindert werden, „Wahlbetrug zu verhindern“. Bisher haben zwei Oppositionskandidaten, Isa Gambar und Mirmahmud Miralioglu, ihre Kandidatur angekündigt.

Alijews Familie beherrscht Aserbaidschan seit Jahrzehnten. Ilham Alijew rückte nach dem Tod seines Vaters Heidar Alijew an die Staatsspitze auf und wurde 2008 und 2013 wiedergewählt. Die Opposition sprach jedes Mal von Wahlbetrug.