Italien warnt vor Rückkehr von IS-Kämpfern

Bei einer Migrationskonferenz in Rom hat die italienische Regierung am Dienstag vor der Gefahr einer Rückkehr von IS-Kämpfern nach Europa gewarnt. Das Comeback der „Foreign Fighters“ sei nicht nur eine Möglichkeit, sondern eine „absolut konkrete“ Gefahr, sagte der italienische Außenminister Angelino Alfano zu Beginn der Migrationskonferenz in Rom.

Alfano warnte vor populistischen Parteien, die die Migrationsfrage instrumentalisierten, um Ängste zu schüren und somit Wählerschaft zu gewinnen. Die Migration müsse geregelt werden. „Es ist inakzeptabel, dass im 21. Jahrhundert Migranten im Mittelmeer sterben“, sagte der Außenminister.

Unterstützung von Herkunftsländern

Laut Alfano bemüht sich Italien stark um die Unterstützung Nigers. Hier sind seit Jänner 470 Soldaten stationiert. 100 Millionen Euro hat Italien im letzten Jahr ausgegeben, um das afrikanische Land bei der Grenzsicherung zu unterstützen und die lokalen Sicherheitskräfte für den Kampf gegen Terroristen und Schlepperbanden auszubilden.

An dem Treffen in Rom waren unter anderem Vertreter aus Transit- und Herkunftsländern wie Libyen, Algerien, Tschad, Ägypten und Tunesien präsent. Österreich war nicht vertreten. Eine ähnliche Konferenz war bereits im Juli vergangenen Jahres in Rom abgehalten worden.