Signa-Angebot für Kaufhof-Übernahme abgelehnt

Der kanadische Warenhauskonzern Hudson’s Bay Company (HBC) will seine deutsche Warenhaustochter Kaufhof nicht an den österreichischen Karstadt-Eigentümer Signa von Reno Benko verkaufen.

Der HBC-Aufsichtsrat habe ein entsprechendes Signa-Angebot einstimmig abgelehnt. Daraufhin habe Signa die Offerte zurückgezogen, teilte HBC gestern in Toronto mit. Damit ist eine wiederholt diskutierte deutsche „Warenhaus AG“ mit Kaufhof und Karstadt unter einem Dach vom Tisch.

Zweifel an Finanzierung

Das Signa-Angebot sei nicht im Interesse der HBC-Aktionäre, befanden die Aufsichtsräte. Es liege beträchtlich unter dem eigentlichen Wert des deutschen Geschäftes und damit verbundener Immobilienwerte. Zum anderen äußerte das Gremium Zweifel an der Finanzierung des Angebots.

Zudem wurde gestern bekannt, dass die angeschlagene deutsche Warenhauskette Kaufhof bis 2020 rund 400 der rund 1.600 Arbeitsplätze in der Kölner Konzernzentrale streichen will. Der Stellenabbau solle aber sozialverträglich durch natürliche Fluktuation, Übergangsregelungen für ältere Mitarbeiter und Abfertigungen erfolgen, kündigte das Unternehmen an.