EU-Kommission mahnt Türkei bei Zypern zu Zurückhaltung

Die EU-Kommission mahnt die Türkei zur Zurückhaltung. Eine Sprecherin erklärte zu jüngsten Spannungen zwischen der Türkei und Zypern sowie der Involvierung eines italienischen Forschungsschiffes, Ankara sollte von schädlichen Aktionen betreffend nachbarschaftliche Beziehungen Abstand nehmen.

Die EU unterstreiche auch die Notwendigkeit des Respekts vor der Unabhängigkeit von EU-Staaten auf ihrem Territorium und in ihrem Luftraum. Am Wochenende hatte es Berichte gegeben, wonach sechs türkische Kriegsschiffe ein vom italienischen Energieunternehmen ENI gemietetes Schiff mit gefährlichen Manövern daran gehindert hätten, ein Forschungsgebiet südöstlich der Hafenstadt Larnaka zu erreichen.

Erfolge bei Suche nach Erdgas

Ankara lehnt die Suche nach Erdgas ab, solange die Zypern-Frage nicht gelöst ist. Die Gespräche dazu waren im Juli 2017 nach mehreren Verhandlungen gescheitert.

ENI und die Regierung in Nikosia hatten am Donnerstag erste Erfolge bei der Suche nach Erdgas gemeldet. Unter dem Meeresboden rund 60 Seemeilen südlich der zypriotischen Hafenstadt Paphos seien Erdgasvorkommen „exzellenter Qualität“ entdeckt worden, hatte der zypriotische Energieminister Giorgos Lakkotrypis gesagt.