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Drei Frauen und drei Männer

Drei Frauen und drei Männer haben bei der Berlinale über die Vergabe der begehrten Bären entschieden. 19 Filme waren im internationalen Wettbewerb zu sehen.

Tom Tykwer (52), der der Jury als Präsident vorsitzt, gilt als einer der bekanntesten deutschen Filmemacher. Seinen internationalen Durchbruch feierte er 1998 mit dem Liebesthriller „Lola rennt“. Weitere wichtige Arbeiten sind „Das Parfüm“, „The International“ und - in Zusammenarbeit mit den Geschwistern Wachowski - „Cloud Atlas" (2012). Der vielfach ausgezeichnete Regisseur ist auch als Drehbuchautor, Filmkomponist und Produzent tätig. Zuletzt war er einer der Regisseure der hochgelobten TV-Serie "Babylon Berlin“.

Cecile de France (42) begann schon als Kind mit dem Theaterspiel. Zu den bekanntesten Filmen der belgischen Schauspielerin gehören die Erfolgskomödie „L’auberge espagnole“ (2002), die Hollywood-Produktion „In 80 Tagen um die Welt“ und „Hereafter“ von Clint Eastwood. Bei der Berlinale war sie zuletzt 2017 im Eröffnungsfilm „Django“ zu sehen. 2003 wurde sie beim Festival als europäischer Shootingstar geehrt.

Chema Prado (66) hat sich als langjähriger Direktor des spanischen Filmarchivs Filmoteca Espanola einen Namen gemacht. 1976 begann der studierte Architekt und Innenarchitekt dort als Programmleiter, 2016 schied er nach 26 Jahren als Chef aus. Er war schon mehrfach in internationalen Filmjurys vertreten, unter anderem in Cannes, Locarno und Venedig. Als Fotograf stellt Prado in zahlreichen Galerien und Museen aus.

Adele Romanski (35) ist eine der wichtigsten Produzentinnen des amerikanischen Independent-Kinos. Der letztjährige Oscar- und Golden-Globe-Gewinner „Moonlight“ von Barry Jenkins entstand unter ihrer Federführung. Auch bei David Robert Mitchells „The Myth of the American Sleepover“ (2010) und dem Sundance-Beitrag „Morris aus Amerika“ (2016) zeichnete sie für die Produktion verantwortlich. Noch in diesem Jahr sollen zwei weitere Filme von Jenkins und Mitchell ins Kino kommen.

Ryuichi Sakamoto (66) gehört zu den vielseitigsten zeitgenössischen Komponisten. Der japanische Oscar-, Golden-Globe- und Grammy-Preisträger hat über ein Dutzend Soloalben herausgebracht. Er schrieb mehr als 30 Soundtracks für Regisseure wie Bernardo Bertolucci, Pedro Almodovar, Brian de Palma und Alejandro Gonzales Inarritu. Er engagiert sich für soziale und ökologische Anliegen und unterstützt die Opfer der Erdbebenkatastrophe von Fukushima.

Stephanie Zacharek (54) ist seit 2015 Filmkritikerin des renommierten US-Nachrichtenmagazins „Time“. Zuvor arbeitete sie Jahrzehnte für Zeitungen und Magazine wie die „New York Times“, die „Los Angeles Times“, den „New Yorker“ und „Rolling Stone“. 2015 kam sie beim Pulitzer-Preis in der Sparte Kritik in die Endrunde. Sie sitzt regelmäßig in Jurys für Filmpreise. Bei der Berlinale hat sie bereits mehrfach an Veranstaltungen teilgenommen.

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