Botschafter: Keine Änderung der Kosovo-Politik Österreichs

Der Botschafter des Kosovo in Österreich, Sami Ukelli, geht nicht davon, dass die umstrittene Aussage von Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) zu seinem Land eine Änderung der Kosovo-Politik Österreichs bedeutet. „Es ist natürlich unglücklich, was passiert ist, es hat schon Wellen geschlagen“, sagte Ukelli heute in Wien.

Ukelli betont gute Beziehungen

Die österreichisch-kosovarischen Beziehungen hingen aber nicht von einer einzigen Aussage ab. Die Wahrnehmung, dass es viel Unterstützung für den Kosovo von vielen Institutionen und Einzelpersonen aus Österreich gibt, werde durch Straches Zitat nicht verzerrt.

Der Vizekanzler hatte rund um einen Belgrad-Besuch in einem schriftlichen Interview mit der serbischen Zeitung „Politika“ geäußert, der Kosovo sei „zweifellos ein Teil Serbiens“. Er fügte hinzu: „Wir haben die Anerkennung des Kosovo seitens Österreichs scharf kritisiert, dies (die Anerkennung, Anm.) ist nun eine Tatsache und kann nicht mehr geändert werden.“

Strache war schon als Oppositionspolitiker mit Kritik an der Unabhängigkeit des Kosovo und deren Anerkennung durch Österreich in Erscheinung getreten. Österreich gehörte zu den ersten Staaten, welche die frühere südserbische Provinz Kosovo wenige Tage nach Ausrufung der Unabhängigkeit vor zehn Jahren anerkannten.