Biodiesel legt Tornados auf deutschem Fliegerhorst lahm

Die Luftwaffentornados auf dem Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein (Deutschland) dürfen seit einer Woche nicht fliegen, weil dem Kerosin zu viel Biodiesel zugemischt war. Das sei bei einer Routineüberprüfung am vergangenen Montag aufgefallen, berichten die „Schleswiger-Nachrichten“ (Montag-Ausgabe). „Die Toleranzwerte sind minimal überschritten“, erklärte Oberst Kristof Conrath vom Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ der Zeitung.

Tanks müssen gespült werden

„Es ist nicht so, dass dadurch die Flugzeuge vom Himmel fallen würden“, betonte er. Dennoch sei es selbstverständlich richtig, dass bei einer Grenzwertüberschreitung der Treibstoff nicht weiter verwendet werde und die Tornadojets auf dem Boden bleiben. Aus Sicherheitsgründen müssen alle Tanks der Flugzeuge gespült werden.

Die Ursache der Verunreinigung sei noch unklar, hieß es. Die Panne sei für die Luftwaffe besonders ärgerlich, da die Ausbildung neuer Tornadopiloten ohnehin bereits drei Monate im Verzug sei.