Über 70 Zivilisten bei Luftangriffen in Syrien getötet

Bei heftigen Luftangriffen der syrischen Regierungstruppen auf die Rebellenhochburg Ostghuta bei Damaskus sind nach Angaben von Aktivisten gestern fast 80 Zivilisten getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien erklärte, unter den mindestens 77 Toten seien auch 20 Kinder.

Rund 300 Menschen seien bei den Raketen- und Artillerieangriffen auf mehrere Orte in der Enklave verletzt worden. Die UNO forderte ein sofortiges Ende der Luftangriffe.

Nach Einschätzung der Aktivisten bereitet die Armee eine großangelegte Bodenoffensive gegen die seit Jahren belagerte Region vor. „Das Regime bombardiert Ostghuta, um den Weg für eine Bodenoffensive zu bahnen“, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die in Großbritannien ansässige Organisation bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.