„Brexit“: Davis traf Kneissl und Blümel in Wien

Der britische „Brexit“-Minister David Davis ist bei seinem Besuch in Wien heute mit FPÖ-Außenministerin Karin Kneissl zusammengetroffen. Ihr Gespräch mit Davis beschrieb Kneissl im Anschluss in einer Aussendung als „guten und wichtigen Austausch über den aktuellen Stand der Austrittsverhandlungen“.

Die Ministerin äußerte die Hoffnung, dass Divergenzen zu den Übergangsbestimmungen rasch ausgeräumt und Verhandlungen mit Großbritannien zu den zukünftigen Beziehungen bald beginnen könnten. Österreich werde auch als EU-Vorsitzland „zur Einheit der EU-27, zu zügigen Verhandlungen und deren zeitgerechtem Abschluss beitragen“, so Kneissl weiter.

Blümel verspricht Unterstützung

Davis traf auch mit Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) zusammen. Der Austausch mit Großbritannien sei „gerade jetzt von großer Bedeutung, um die künftigen Beziehungen sinnvoll zu gestalten“, wurde Blümel in einer Aussendung des Bundeskanzleramts zitiert.

Es gehe vorrangig auch darum, „dass Großbritannien darlegt, wie sie sich den Weg und das zukünftige Verhältnis vorstellen“. Blümel sagte, er stehe auch in engem Austausch mit EU-„Brexit“-Chefverhandler Michel Barnier. Auch Blümel sagte, dass Österreich die „Brexit“-Verhandlungen während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft bestmöglich unterstützen werde.

Davis wird vor Wirtschaftsvertretern noch eine Rede zum Thema Regulierung halten. Davis’ Rede ist Teil einer Serie von insgesamt sechs Auftritten britischer Regierungsmitglieder, bei denen der Weg zum „Brexit“ („Road to Brexit“) skizziert werden soll. Es handelt sich um seinen ersten Wien-Besuch als Minister.