Israel beginnt Bau von erster Siedlung in Westbank seit 1991

Israel hat heute mit dem Bau der ersten offiziell genehmigten Siedlung im Westjordanland seit mehr als 25 Jahren begonnen. Kräne luden erste Fertigbauteile auf einem Gelände im Norden des Palästinensergebiets ab, auf dem die Siedlung Amihai entstehen soll. Dort sollen rund 40 Familien untergebracht werden, die zuvor in der vor einem Jahr geräumten illegalen Siedlung Amona lebten.

Nach internationalem Recht sind sämtliche Siedlungsaktivitäten in den Palästinensergebieten illegal. Die israelische Regierung unterscheidet dagegen zwischen von ihr genehmigten und illegalen Siedlungen.

Mehr als 600.000 Israelis leben in Siedlungen im besetzten Westjordanland und im palästinensischen Ostjerusalem. Die Siedlungsaktivitäten stellen nach Einschätzung der Vereinten Nationen eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einem Frieden zwischen Israel und den Palästinensern dar.