EU-Außenminister tagen zu Lage in Syrien

Die Außenminister der EU-Staaten beraten heute in Brüssel über die Lage im Bürgerkriegsland Syrien. Für die Europäische Union geht es vor allem darum zu prüfen, wie mehr für die leidende Zivilbevölkerung getan werden kann. Der UNO-Sicherheitsrat hatte am Samstag eine Resolution mit der Forderung nach einer 30-tägigen Waffenruhe verabschiedet.

Beschuss geht weiter

Nach einer relativ ruhigen Nacht in der Rebellenenklave Ostghuta nahe Damaskus waren gestern erneut Luftangriffe und Artilleriefeuer auf das umkämpfte Gebiet niedergegangen, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien berichtete. Auch Fassbomben seien aus Helikoptern abgeworfen worden. Von den Außengrenzen der Rebellenhochburg wurden Gefechte zwischen Aufständischen und Regierungstruppen gemeldet.

Opposition: Giftgaseinsatz in Ostghuta

Nach Oppositionsangaben wurde gestern Giftgas eingesetzt. Viele Menschen hätten nach einer „enormen Explosion“ Symptome einer Chlorgasexposition gezeigt, berichteten Mediziner der Opposition. Ein Kind sei gestorben. Mindestens 18 Menschen seien behandelt worden.

Die syrische Regierung bestritt stets, Giftgas einzusetzen. Das russische Verteidigungsministerium beschuldigte gestern Oppositionelle in Ostghuta, Chemiewaffen zu produzieren, um die Regierung für deren Einsatz verantwortlich zu machen.

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